HomeKontaktImpressum
Simulation zur Planungsunterstützung
Screenshot eines 3D-Simulationsmodells einer Krankenhaus-AWT-AnlageDurch den Einsatz der Simulation in der Planungsphase kann das logistische Gesamtsystem hinsichtlich
  • der Anzahl einzusetzender Fahrzeuge,
  • der Steuerungs- und Dispositionsstrategien,
  • der Fahrplan- und Versandfenstergestaltung
  • der internen und übergeordneten Betriebsparameter (z.B. Betriebszeiten Apotheke, Anlieferungszeiten externer Dienstleister)
und somit seiner Funktionalität überprüft und bewertet werden.

Die Vorteile dieser simulationsgestützten Überprüfung im Vorfeld der Realisierung sind:
  • Einsparung von Investitionskosten und Zeit
  • Sicherheitsgewinn durch Verifizierung des Planungsvorhabens
  • Minimierung des unternehmerischen Risikos

Screenshot (Fahrkurs, Lift, Übergabestelle)Erfahrungsgemäß führt ein Simulationsmodell zusätzlich zu folgenden positiven Nebeneffekten:
  • Die Schaffung einer gemeinsamen Datenbasis der Projektbeteiligten (Betreiber, Planer, Lieferanten, Personalleiter,…) führt zu einer Erhöhung der
    • Datentransparenz
    • Projekttransparenz
    • Ablauftransparenz
  • Anschauliche, überprüfbare Diskussionsgrundlage zwischen den Projektbeteiligten.
  • Besseres Systemverständnis und Erkennen gegenseitiger Abhängigkeiten durch maßstäblichen Gesamtüberblick und 3D-Animation
  • Sammeln von Erfahrungen mit dem System vor Installation bzw. Inbetriebnahme.

Ein Simulationsmodell zur Planungsunterstützung von AWT-Systemen in Krankenhäusern beinhaltet unter anderem:
  • die Abbildung des Gesamtlayouts mit Übergabestellen an die FTS-Fahrzeuge
  • die technischen Spezifikationen der FTS-Fahrzeuge (Geschwindigkeiten, Beschleunigungen, Batteriekapazitäten, Störwahrscheinlichkeiten etc.)
  • die technischen Spezifikationen der anderen, wesentlichen Systeme (Heber, Containerwaschanlage, Containerspeicher)
  • die Transportmatrix („Welche Transporte gehen wann von wo wohin?“) zur Quantifizierung der Systemlast
  • die Abbildung der unterschiedlichen Container-Kreisläufe (Speisen, Sterilgut, Ge- und Verbrauchsgüter etc.) unter Berücksichtigung der Rücktransporte und ggf. notwendiger Transporte zu Funktionsbereichen (Containerwaschanlage, Containerspeicher etc.)
  • die Berücksichtigung relevanter angrenzender Prozesse (z.B. Dauer der Schmutzgeschirrentnahme und Anteil der zu waschenden Container, Container mit „Heimatadresse“)
  • die Abbildung des geplanten Strategien zur Steuerung der Fahrzeuge
    • zur Fahrauftragsdisposition (= Zuweisungsalgorithmus Fahrzeug  Container)
    • zur Leerfahrzeugdisposition (= Algorithmus zur strategischen Verteilung von Fahrzeugen ohne aktuellen Transportauftrag im System, z.B. Auswahl eines Fahrzeugspeichers, Vertreibungsfahrten, „Vorauseilender Fahrzeugruf“ vor Speisenversand)
    • Vorfahrtregelungen an Kreuzungen, Einmündungen, Hebern

Anhand des Simulationmodells können unterschiedliche Belastungsszenarien des Gesamtsystems, wie z.B.
  • „Welchen Einfluss hat eine Verkürzung des Versandfensters für Speisen auf die anderen Transporte?“
    oder
  • „Wie wirkt sich ein Wechsel auf einen externen Dienstleister für die Ver-/Entsorgung der Wäsche auf das Gesamtsystemverhalten aus? Entstehen dadurch neue Belastungsspitzen und Engpässe?“
    oder
  • „Verkraftet das System eine Erhöhung des Gesamttransportaufkommens um 20% und welchen Einfluss hat diese Erhöhung auf die Wartezeit eines Containers am Übergabeplatz, bis er abgeholt wird?“
bereits in der Planungsphase systematisch untersucht und anhand von definierten Kennzahlen bewertet und miteinander verglichen werden.

Typische Kennzahlen für die Bewertung eines Szenarios sind:
  • Fahrzeugauslastungsanteile (Mittelwert, max/min, zeitlicher Verlauf)
    Darstellung des Anteils je Fahrzeugzustand (Lastfahrt, Leerfahrt, Batterieladen, Parken, Störung, …) je Fahrzeug und als Mittelwert über alle Fahrzeuge (= “repräsentatives durchschnittles Fahrzeug“)
Tagesablauf:
  • Versanddauer eines Transports (je Quelle-Ziel-Beziehung)
    Die Versanddauer ergibt sich aus der Wartezeit des Containers vom Zeitpunkt der Anmeldung am System zuzüglich der Fahrzeit von der Quell- zur Zielstelle.
Verteilung Versanddauer von Küche zu den Stationen
  • Abwesenheitsdauer eines Containers mit „Heimatadresse“ (z.B. Müllcontainer) von der „Heimat“-Station als „Servicekennzahl“ für das Stationspersonal
  • „Füllstandsverläufe“, z.B.
    • Anzahl gleichzeitig auf Abholung wartende Container je Bereich
    • Anzahl gleichzeitig an Übergabestellen wartenden Fahrzeuge ohne Auftrag („Stille Reserve“)
    • Aktuelle Füllung Leerfahrzeugspeicher / Containerspeicher
    • Anzahl Vertreibungsfahrten je Zeitintervall
    • Anzahl Fahrzeugdurchfahrten durch kritische Bereiche je Zeitintervall
Tagesablauf der AWT